Wieder mit beiden Füßen im Leben stehen.

Wir möchten diesen Wunsch vieler amputierter Patienten in Uganda Wirklichkeit werden lassen und hoffen in Zukunft immer mehr Menschen mit einer eigenen Prothese helfen zu können.

Danke, dass Sie sich für unsere Vereinsarbeit interessieren!

 

Ein neuer Verein entsteht

Am 05. Februar 2013 trug sich Pro Uganda als neuer gemeinnütziger Verein aus Usingen im Taunus (Hessen) ins Vereinsregister ein. Aus einer anfänglichen Beobachtung entstand nach vielen Gesprächen und Besuchen vor Ort plötzlich ein kleiner Verein, der sich für die orthopädietechnische Hilfe der Menschen in Uganda einsetzt.

Menschen die aufgrund ihrer finanziellen Mittel und dem maroden Gesundheitssystem des von Kriegen gezeichneten Landes so gut wie keine Chance auf Hilfe haben.

Alles begann, als Orthopädietechniker Karsten Schulz bei einem Besuch seiner Patenkinder in Uganda auf die hohe Zahl amputierter Menschen und den großen Bedarf von Prothesen aufmerksam wurde. Nach seinem Aufenthalt, ließ ihn der Gedanke etwas verändern zu wollen und sein Fachwissen für Orthopädietechnik nach Uganda zu bringen nicht mehr los. Da er bis dahin noch keine genauen Informationen über die Zustände in dem ostafrikanischen Land einholen konnte, folgten ab 2012 mehrere Aufenthalte, um sich vor Ort ein Bild der Problematik und deren Ursachen machen zu können.

Er besuchte Ärzte, Kliniken und Krankenhäuser (wie zum Beispiel das Mulago-Hospital in der Hauptstadt Kampala) und sprach mit vielen Menschen vor Ort, um sich vom großen Bedarf an Prothesen und Fachkräften zu überzeugen.

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Wir stellen uns vor

Ansprechpartner

KARSTEN SCHULZ

1. VORSITZENDER

– ORTHOPÄDIETECHNIKER
– FACHLEHRER FÜR ORTHOPÄDIETECHNIK

Hallo, ich bin Gründer und Initiator des Vereins Pro Uganda. Durch meine Ausbildung als Orthopädietechniker kann ich auf einen langen Erfahrungsschatz in diesem Handwerk zurückblicken und habe schon vielen Patienten behandeln können. Orthopädietechnik dahin zu bringen, wo sie durch mangelnde Fachkräfte am dringendsten gebraucht wird, ist mein größtes Ziel.

Ansprechpartner für: Planung, Kooperation, Partner

MANFRED HOLZMANN

2. VORSITZENDER

– FOTO/VIDEO DOKUMENTATION
– WEBSITE

Ich habe den Verein zusammen mit Karsten Schulz 2013 ins Leben gerufen und bin in die Planung und Organisation der Vereinsarbeit involviert. Zusätzlich bin ich für digitale Themen wie Foto- und Videodokumentationen zuständig, schreibe Texte und Berichte, um die Vereinsarbeit für Interessenten, Spender und Partner anschaulich aufzubereiten.

Ansprechpartner für: Foto/Video, Text, Organisation

CHRISTIANE ČOLAK

– KASSIERERIN, KOMMUNIKATION UND SPENDEN

Ich bin im Jahre 2015 auf den Verein von PRO Uganda aufmerksam geworden. Als gelernte Bankkauffrau verspürte ich bald den Wunsch meine Erfahrungen mit Finanzen, Buchhaltung und Kommunikation zu Spendern in den Verein einzubringen. Nach einer anfänglichen Einarbeitungsphase wurde ich 2017 als Kassiererin in den Vorstand von PRO Uganda gewählt.

Ansprechpartner für: Spenden, Finanzen, Dialog

AARON BREMER

– ORTHOPÄDIETECHNIKER
– LEITER DER PROTHESENWERKSTATT UGANDA

Nachdem ich den Verein seit Gründung im Bereich des Orthopädiehandwerks unterstützt habe und auf vielen Kurzeinsätzen des Vereins in Uganda vor Ort war, bin ich nun im Januar 2017 mit meiner Familie fest nach Uganda gezogen, um den Bau und die Betreuung der Orthopädiewerkstatt zu leiten.

Ansprechpartner für: Fragen vor Ort, Orthopädietechnik und Prothesen-Werkstatt

DR. CARSTEN DIERKS

– PROJEKTMANAGEMENT, KOORDINATION

Die Entwicklung von PRO Uganda seit seiner Gründung 2013 hat mich erstaunt und begeistert. Das führte Anfang 2018 zu der Entscheidung mitzumachen. Die Dynamik des Vereins mit so vielen engagierten freiwilligen Mitarbeitern und Plänen verlangt viel Abstimmung, Koordination und Kommunikation. Als langjähriger Leiter von Marketing- und Vertriebseinheiten in der Gesundheitsbranche kenne ich mich in diesem Bereich aus und kann meine Kenntnisse produktiv einbringen.

Ansprechpartner für: Fundraising, Veranstaltungen, Kommunikation

ALEXANDER ZUNKE

– LOGISTIK

Hallo, ich bin ein Mann der ersten Stunde und war als Gründungsmitglied von Anfang an im Verein PRO Uganda. Dabei kümmere ich mich gerne um die Sortierung und Lagerung von Materialien, Werkzeugen und Maschinen der Orthopädietechnik, die schließlich dem Transport nach Uganda weitergeführt werden sollen.

Ansprechpartner für: Transport und Lagerung von Hilfsmitteln der Orthopädietechnik

Unsere Mitarbeiter vor Ort

Annet Nafula

Kenneth Ojok

Christine Nambi

Jenan Taremwa

Hallo, ich bin Annet Nafula, 25 Jahre alt und Aaron`s erste einheimische Auszubildende als Orthopädietechnikerin von PRO Uganda. Früher arbeitete ich als eine Managerin an einer Tankstelle. Doch seit August 2017, als die Orthopädie-Werkstatt noch vor der offiziellen Eröffnung langsam ihren Betrieb aufnahm, bin ich bei PRO Uganda dabei. Zu Beginn half ich Aaron als Sekretärin, beispielsweise bei der Patientenerfassung. Doch inzwischen liebe ich die Orthopädietechnik. Ich kann mittlerweile schon Prothesen bei Unterschenkel-Amputierten alleine bauen. Ich freue mich aber riesig darauf, mehr zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und somit noch mehr Menschen in Not zu helfen.

Annet mit Werkstattleiter Aaron

Mitarbeiterin Annet beim Arbeiten in der Werkstatt

Annet beim Abgipsen mit Mitarbeiterin Julia

Mein Name ist Kennteh Ojok und ich bin 32 Jahre alt. Seit Juni 2018 mache ich eine Ausbildung zum Orthopädietechniker bei PRO Uganda unter der Leitung von Aaron Bremer. Zuvor arbeitete ich einige Jahre bei Vision for Africa, dem Kooperationspartner von PRO Uganda, als Schreiner und Kellner. Mein Interesse für die Orthopäditechnik begann, als die ersten Arbeitsteams von PRO Uganda hier vor Ort Prothesen aus dem Koffer heraus fertigten. Ich schaute zunächst dabei zu und bot mich danach an mitzuhelfen. Karsten Schulz erkannte meine Freude und mein Interesse an der Fertigung von Prothesen mitzuwirken und stellte mir eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker in Aussicht, die ich inzwischen gerne angenommen habe.

Mitarbeiter Kenneth an der Nähmaschine

Kenneth und Karsten Schulz in der Prothesen-Werkstatt

Kenneth und Karsten Schulz in der Prothesen-Werkstatt

Kenneth in der Prothesen-Werkstatt

Hallo, ich bin Christine Nambi und 24 Jahre alt. Seit Juni 2018 arbeite ich für PRO Uganda. Dabei bin ich die sogenannte „Mama“ und kümmere mich um das Wohl der Mitarbeiter in der Orthopädie-Werkstatt als Köchin und Haushälterin. Ich freue mich, wenn ich den Mitarbeitern in vielen Belangen Gutes tun kann, damit sie ihre Zeit und Kraft für den Prothesenbau verwenden können. Durch meinen Lohn bei PRO Uganda kann ich mich und meinen Sohn ernähren.
Davor versuchte ich meinen Unterhalt als Apfelverkäuferin oder Verkäuferin von Elektrowaren zu verdienen.

Christine arbeitet als Köchin

Christine hilft im Haushalt

Mein Name ist Jenan Taremwa, ich bin 30 Jahre alt und gelernter Orthopädietechniker. Ich habe mein Studium im Fach Orthopädietechnik in Südafrika abgeschlossen. Danach habe ich mehrere Jahre in Uganda als Orthopädie-techniker gearbeit. Seit Februar 2019 gehöre ich nun zum Pro Uganda Team und möchte dieses mit meiner langjährigen Berufserfahrung unterstützen.

Jenan Taremwa behandelt als neuer Mitarbeiter von Pro Uganda bereits die ersten Patienten

Jenan untersucht Samuel, 1,5 Jahre. Dieser hat Entwicklungsstörungen und Spastiken, er braucht Orthesen und Physiotherapie

Neuer Mitarbeiter Jenan Taremwafür Pro Uganda: Jenan Taremwa

Unsere Ziele

Allem vorangestellt ist das Ziel, die orthopädietechnische und physiotherapeutische Versorgung der Menschen in Uganda zu verbessern und sukzessive auszubauen. Dies kann natürlich nicht nur durch die Arbeit des Vereins allein geschehen, sondern nur Stück für Stück und im Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Kooperationspartnern. Ein Partner-Netzwerk ist hierfür unabdingbar. Der Anspruch auch mit geringen Mitteln in Uganda etwas bewegen zu können, soll eine Vorbildfunktion für andere Organisationen sein und dazu ermutigen sich ebenfalls für soziale Projekte zu engagieren.

Die wichtigsten Ziele im Überblick:

Die Schaltflächen lassen sich für mehr Informationen ausklappen

Betrieb unserer Orthopädiewerkstatt

Orthopädietechnik stationär nach Uganda bringen

Durch die Orthopädiewerkstatt kann der Verein seine Hilfeleistungen für Patienten um ein entscheidendes Stück ausbauen. Auf lange Sicht ist die Arbeit durch eine Werkstatt vor Ort wesentlich effizienter und nachhaltiger, als es bisher durch Einzel-Projekte vor Ort möglich war.

Durch die Mithilfe vieler Spender und Unterstützer haben wir es Anfang 2017 geschafft, unsere lang geplante Orthopädiewerkstatt in Uganda zu finanzieren und anschließend zu bauen. (Auch nachzulesen in „Projekte + News“). Dies ist ein großer Schritt nach vorn, da wir mit der Werkstatt eine dauerhafte Anlaufstation für amputierte Patienten bereitstellen können und mit den vorhandenen Maschinen und Materialien technisch gut aufgestellt sind.

Die Finanzierung und der Bau der Werkstatt, war eine große Herausforderung die Dank der Unterstützung von vielen Spendern und unseres Kooperationspartners Vision for Africa gemeistert werden konnte. Nun muss viel koordiniert werden, um die Werkstatt zu betreiben und unsere Ziele der Patientenbetreuung und Ausbildungsmöglichkeiten auszubauen. Dank unseres Mitarbeiters Aaron Bremer, der Anfang 2017 mit seiner Familie fest nach Uganda ging, haben wir einen geschulten Orthopädietechnik-Mechaniker vor Ort, der die Arbeit in der Werkstatt leiten wird und den Kontakt zu den Patienten herstellt. Er wird in naher Zukunft auch die Ausbildung von Einheimischen übernehmen, um das Handwerk der Orthopädietechnik in Uganda zu verbreiten. Dies verbessert die Möglichkeiten, dass das Land sich langfristig selbst helfen kann und schafft Arbeitsplätze im Umkreis.

Unser Ziel ist daher den Betrieb der Werkstatt auszubauen und mit der Zeit immer mehr Patienten zu betreuen. Dafür müssen wir mit lokalen Organisationen und Partnerorganisationen zusammenarbeiten und unser Hilfsnetzwerk ausbauen. In diesem Zusammenhang ist bereits ein weiteres Gebäude in Planung, in dem Auszubildende, Helfer und Patienten unterkommen können.

Wir freuen uns daher, wenn Sie uns (auch jetzt, nach dem Bau der Werkstatt) in diesem Anliegen unterstützen, da der Betrieb und die Koordination der Werkstatt laufende Kosten verursacht die wir nur mit Hilfe von Spendengeldern stemmen können.

Langfristige orthopädietechnische Versorgung

Fertigung individueller Prothesen

Ein weiteres Ziel, das mit dem Betrieb unserer Werkstatt einhergeht, ist die langfristige Betreuung und Versorgung von Patienten in Uganda.

Bevor die Orthopädiewerkstatt gebaut wurde, half der Verein mehrmals im Jahr in Form von Hilfseinsätzen und baute individuelle Prothesen für Patienten mit mitgebrachten Materialien aus dem Koffer heraus. Mit der Werkstatt kommen wir unserem Ziel Patienten langfristig zu betreuen viel Näher, da wir nicht nur wenigen ausgewählten Patienten helfen können, sondern für alle im größeren Umkreis erreichbar sind.

Eine Prothese ist selten eine einmalige Angelegenheit, bei der der Patient nach der ersten Versorgung für immer unabhängig ist. Prothesen müssen mit der Zeit nachjustiert oder gewartet werden. Kinder, die eine Prothese erhalten, wachsen aus ihr heraus, wodurch mit der Zeit schwere Haltunsschäden und Folgeprobleme auftreten können. Auch die Zeit in der eine Prothese gefertigt wird spielt dabei eine Rolle, da wir in früheren Hilfseinsätzen innerhalb kürzester Zeit passende Teile fertigen mussten und durch mangelnde technische Möglichkeiten oft nur mit Kompromissen gearbeitet werden konnte.

Wir arbeiten daher daran, mit dem Betrieb der Werkstatt ein Patientenbetreuungssystem zu entwickeln, das den Kontakt zu Patienten herstellt, diese langfristig betreut und durch Aus- und Fortbildung Fachwissen in Uganda verankert. Nur so können wir möglichst vielen Patienten helfen und dem Problem hoher Amputationszahlen entgegenwirken.

Kooperation mit anderen Vereinen/Hilfswerken

Aufbau eines großen Partner Netzwerks

Die Kooperation mit anderen Hilfswerken, Organisationen und örtlichen Behörden ist essentiell für unsere Arbeit in Uganda, da die orthopädietechnische Versorgung so viele Menschen wie möglich erreichen soll.

Mit der Werkstatt vor Ort haben wir die Basismittel für eine organisierte Betreuung bereits geschaffen, darauf aufbauend muss eine durchdachte Kordination entstehen, da die Patienten im Umkreis beispielsweise von dem Angebot wissen müssen, diese z.T. vor Ort untergebracht werden müssen und nur so viele Patienten betreut werden können, wie wir auslastungstechnisch stemmen können. In früheren Hilfseinsätzen hatten wir manchmal einen so großen Zulauf, dass wir aus zeitlichen Gründen Patienten nur in unsere Kartei aufnehmen konnten, diese aber noch nicht versorgen konnten. Auch kamen teilweise Patienten zu uns, die beispielsweise oberhalb des Kniegelenks amputiert wurden, und denen wir aus technischen Gründen noch nicht helfen konnten. Daher brauchen wir eine Organisation in Zusammenarbeit mit Menschen und Behörden die Zugang zu den Patienten haben und diese gezielt und koordiniert auffinden und zu uns bringen können. Auch können wir von dem Wissen und der Arbeit bereits existierender Hilfswerke im Bereich der Orthopädie und Physiotherapie lernen. Weiterhin befinden sich viele Patienten in staatlichen Krankenhäusern – auch mit diesen müssen wir langfristig zusammenarbeiten. Neben einem Netzwerk in Uganda ist jedoch auch die Zusammenarbeit in Deutschland für unsere Arbeit sehr wichtig.

Einige Berufsschulen für Orthopädietechnik haben uns bereits ihre Unterstützung zugesagt. Da wir langfristig auch Einheimische in Uganda ausbilden möchten, und auch für deutsche Auszubildende Praxiseinsätze anbieten möchten, ist ein Partnernetzwerk auch im Inland entscheidend. Um mit andere Werken in Kontakt zu treten, waren wir bereits in der Vergangenheit auf verschiedenen Orthopädiemessen vertreten. Auch regional arbeiten wir u.a. mit Schulen und Arbeitsgruppen zusammen. Langfrsitig soll auch ein Art „Patensystem“ entstehen, bei dem Spender bestimmte Patienten gezielt finanzieren können. Einen genaueren Einblick in unsere Arbeit mit Partnern finden Sie auch auf der Seite „Partner“ unserer Website.

Aus- und Fortbildung von Fachkräften

Einheimischen das orthopädietechnische Handwerk lehren

Mit dem Bau der Orthopädiewerkstatt kann Pro Uganda nicht nur mehr Patienten betreuen, sondern auch einheimische Fachkräfte ausbilden, um Uganda auch mit entsprechendem Fachwissen zu helfen, sich langfristig selbst helfen zu können.

Orthopädietechnik gibt es in Uganda kaum. Neben wenigen Krankenhäusern mit orthopädischen Abteilungen gibt es fast keine fachspezifischen Anlaufstationen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Das bedeutet, dass selbst wenn man den Armutsfaktor vieler Patienten ausklammert, es kaum Personal und entsprechendes Know-How gibt, um individuelle Prothesen zu fertigen. Da Pro Uganda über Fachwissen verfügt und seine Arbeit weit über kurze Hilfseinsätze ausweiten möchte, stellt die Ausbildung von Einheimischen ab dem Jahr 2017 im Rahmen der Orthopädiewerkstatt einen neuen Kernbereich dar. So werden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen sondern ebenso der Austausch gefördert. Bei den bisher durchgeführten Kurzeinsätzen wurden bereits interessierte Einheimische in Arbeitsbereiche miteinbezogen, um sie für das Handwerk und die Arbeit zu sensibilisieren und Wissen weiterzugeben. Ein zentrales Spendenanliegen ist daher auch die Finanzierung von Ausbildungspersonal. Wir sind zuversichtlich, dass das Orthopädiehandwerk in Uganda immer mehr gefördert werden kann.

Angebote von Schulungen und Einsätzen

Fachpraktische Kurz-Einsätze für Azubis, Gesellen, Meister

Was wir in den letzten Jahren bereits während unserer kurzen Hilfseinsätze begonnen haben, soll sich mit der stationären Orthopädiewerkstatt noch mehr konzentrieren. Wir möchten jungen Auszubildenden, aber auch fortgeschrittenen Orthopädietechnikern und Meistern die Möglichkeit bieten Auslandserfahrung zu sammeln und abseits des gut organisierten deutschen Gesundheitssystems mit ihrem Fachwissen zu helfen.

In Uganda ist viel Improvisation und besonders enge Teamarbeit wichtig, da in vielen Fällen individuelle Lösungen geschaffen werden müssen und nicht jeder Arbeitsschritt so organisiert wie im reichen Europa ablaufen kann. Zusätzlich ist die Erfahrung so nah für mittelose Patienten zu arbeiten, um diese wieder für den Alltag zu wappnen eine ganz besondere Situation. Es tut jedem gut sein Fachwissen, das in Deutschland vielleicht gewöhnlich sein mag, vor Ort einzubringen und sogar anderen weitergeben zu können. Gemeinsam Probleme bewältigen, voneinenader lernen und Fachwissen nach außen zu tragen ist dabei sehr wichtig. In der Vergangheit haben uns bereits mehrere Auszubildende begleitet und eigene Patienten betreut.

Ein Beispiel hierfür ist Eugen Markus, der 2016 als Auszubildender Orthopädietechnik-Mechaniker im Rahmen des Sommereinsatzes das Team unterstützte. Seine Erfahrungen schildert er auch in einem Film.

Überblick: Erreichtes

2012

Findung von Kooperationspartnern und Fachpersonal in Uganda und Deutschland.
Kontaktaufnahme zu Ärzten, Kliniken, der deutschen Botschaft und der Regierung von Uganda.
Diverse Projektvorstellungen z.B. in Gemeinden, auf Musikabenden. Aufbau von Organisationsstrukturen (Buchhaltung, Verwaltung etc.).

2013
Februar Gründung des gemeinnützigen Vereins Pro Uganda e.V.
März Planung einer eigenen Orthopädiewerkstatt – Einrichtung, Ausstattung, Bauzeichnung etc. sind fertig
September Eröffnung eines gemeinnützigen Vereinskontos
Oktober Erste prothetische Versorgung aus Deutschland, Sendung von Rollstühlen, Orthopädiebedarf.
Aufenthalt in Uganda zur Planung und Organisierung der Orthopädiewerkstatt.
Besuche von diversen Orthopädiewerkstätten bis in den Norden Ugandas zur Ermittlung
des Standes der Technik, der Bedarfsermittlung von Amputationen u.v.m.

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Beispiele betreuter Patienten

Sulaimani

Pius

Stella

Robert

Sulaimani Kimbowa ist ein inzwischen 75 Jahre alter Farmer und Oberhaupt einer Großfamilie mit insgesamt 7 Kindern und 25 Enkelkinder. Im Jahre 1975 hatte er einen schweren Autounfall infolgedessen sein Unterschenkel amputiert werden musste. Er hatte das außergewöhnliche Glück zur damaligen Zeit trotz der drastischen orthopädischen Unterversorgung seines Landes Uganda eine Prothese zu bekommen. Diese Prothese hat er aufgrund der schwierigen Versorgungsverhältnisse unglaubliche 41 Jahre lang getragen. Die dabei entstandenen Schäden und Risse in der Prothese hat er immer wieder mit einfachen Mitteln, wie beispielsweise das Umwickeln mit Fahrradschläuchen, behoben.

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Sulaimani vor Fertigung seiner Prothese war sehr ernst und wortkarg

Die 41 Jahre alte Prothese des Sulaimani

Mitarbeiter Horst beim Abgipsen

Sulaimani bekommt die Feinabstimmung der Prothese

Sulaimani bei den ersten Gehversuchen mit der neuen Prothese

Sulaimani ist riesig erfreut über die neue Prothese

Sulaimani, der 75 jährige Farmer nach Erhalt seiner neuen Prothese

Sulaimani läuft mit neuer Prothese

Karsten Schulz läuft gemeinsam mit Sulaimani und seiner neuen Prothese

Pius Assaba, ein Ugander, wohnt in Kampala. Er ist verheiratet und Vater von 5 Kindern. Er hatte im September 2001 einen Autounfall. Vor dem Unfall hatte er gearbeitet, danach musste er aufhören und es begann ein schwieriges Leben. Ohne Arbeit bekam er kein Geld. Deshalb konnten seine Kinder nicht zur Schule gehen, weil er die Schulgebühren nicht zahlen konnte. Seit dem Unfall war er nicht mehr in der Lage sein Leben positiv zu managen. In Uganda ist es leider üblich, dass man nach einem Unfall mit der Folge einer Amputation keine Arbeit mehr findet.

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Pius kommt im Frühjahr 2016 zur ersten Untersuchung

Pius wird im Sommer 2016 erneut beim PRO Uganda Team vorstellig

Pius im Wartebereich

Mitarbeiter Sebastian und Pius vor dem Anpassen der Prothese

Mitarbeiter Sebastian und Anette beim Anpassen der Prothese von Pius

Pius läuft das erste Mal mit Prothese

Patient Pius ist glücklich und bedankt sich beim PRO Uganda Team

Die erste Patientin, die in der Vereinsgeschichte von PRO Uganda eine Prothese erhielt, war die damals 21 jährige Stella Chebet. Ein Pastor aus Ostuganda vermittelte ihren Kontakt mit Karsten Schulz. Als dieser ihre Geschichte hörte, versprach er trotz schwieriger Bedingungen zu helfen.

Als Kind fiel Stella, bei dem Versuch einen Streit zwischen ihren Eltern zu schlichten, in ein Lagerfeuer. Sie erlitt schwerste Verbrennungen und erhielt jedoch aufgrund der Armut der Eltern keine anschließende medizinische Hilfe. Deshalb schmolzen ihre Hautschichten zwischen Ober- und Unterschenkel kompliziert zusammen.  Mit diesem Handicap wuchs sie auf und konnte sich nur mit einem Stock aufrecht fortbewegen. Dies führte wiederum zu Schmerzen und einer Verkrümmung der Wirbelsäule. Später, als alleinerziehende Mutter eines dreijährigen Sohnes, war sie häufig überfordert und ohne Lebensmut.

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Stella mit ihrem dreijährigen Sohn Joshua im Jahr 2013 bei der ersten Begutachtung ihres Stumpfes

Stellas verbrannter Unterschenkel bei der ersten Begutachtung 2013 durch Karsten Schulz

Horst Lohrey und Karsten Schulz fertigen Stellas Stehprothese im August 2014

Anprobe der Stehprothese für Stella

Anprobe der Stehprothese für Stella

Stella läuft mit Stehprothese

Erste Patientin Stella mit dem PRO Uganda Team im August 2014

Mitarbeiter Ralph fertigt Stellas neue Oberschenkel Prothese im Sommer 2018

Stellas erste Gehversuche mit der neuen Oberschenkel Prothese

Stella mit ihrer neuen Oberschenkel Prothese und Tochter auf dem Arm

Ein Traum wurde wahr: Stella mit ihrer Oberschenkel Prothese in ihrem eigenen Friseur Laden

Stella und Tochter

Unter den Amputierten war auch der 10-jährige Robert. Der Junge kam ohne Unterschenkel zur Welt und konnte sich bislang nur kriechend fortbewegen. Durch das Team hat er zwei neue Ersatz-Unterschenkel erhalten. Dabei konnten wir während der gerade laufenden Fußball Weltmeisterschaft live miterleben, wie Robert zum ersten Mal in seinem Leben Fußball spielte. Was für ein berührender und bewegender Moment, sowohl für ihn, als auch für alle, die es miterleben durften.

10 jähriger Robert kann mit den Prothesen den Fußball spielen

Robert bekommt nach Erhalt seiner Prothesen eine Gehschule durch Physiotherapeutin Birgit Lemnitzer

Robert im normalen Alltag

Auszubildende Lisa Marr zur Vereinsarbeit

„Improvisation macht die Arbeit besonders spannend!“